

Hier stelle ich euch noch ein paar hilfreiche Bücher vor. Aber denkt daran: Schreiben lernt man nur durch Schreiben, diese Bücher können einem das viele, jahrelange Schreiben nicht abnehmen.

Wörterwerkstatt
Sylvia Englerts Buch bezieht sich auf Jugendliche ab zwölf, die gerne schreiben und es eventuell zu ihrem Beruf machen wollen. Sie gibt Tipps zum handwerklichen Schreiben, aber auch zum Schreiben von Drehbüchern. Hilfreich ist das Literaturverzeichnis am Ende, das auch zahlreiche Hinweise zu Wettbewerben, Stipendien oder Verlagen gibt.
Mein Fazit: Für Jugendliche, die zu dieser Zeit häufig noch am Anfang ihrer Schreibkarriere stehen, ist der handwerkliche Teil sicher hilfreich. In diesem Alter allerdings zu Wettbewerben oder Stipendien zu raten oder gar auf den Berufswunsch Autor einzugehen erscheint mir unrealistisch.
"Wörterwerkstatt", Sylvia Englert
Kreativ Schreiben
Fritz Gesings Buch "Kreativ Schreiben" wirbt damit, dass Schreiben zu neunzig Prozent aus Handwerk und zu zehn Prozent aus Geheimnis (vermutlich Talent) besteht. Und diese neunzig Prozent könnte man erlernen. Über das Verhältnis könnte man streiten, aber sicher ist: Handwerk gehört dazu. Und in diesem Buch lernt man fundierte Grundkenntnisse des Handwerks Schreiben kennen. Es bietet eine umfassende Übersicht und ist leicht lesbar, auch wenn ein wenig die Beispiele fehlen. Gesing bezieht sich zwar immer auf bekannte Bücher, wenn man diese aber nicht kennt, muss man versuchen, ohne Beispiele auszukommen.
Mein Fazit: Jeder Schreibanfänger oder -fortgeschritte sollte Fritz GEsings Buch kennen, denn es ist wirklich ausführlich und hilfreich.
"Kreativ Schreiben", Fritz Gesing
Literarisches Schreiben
Das Buch von Lajos Egri, dessen voller Titel "Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung" lautet behandelt vordergründig die Charaktere in Geschichten. Laut Egri sind sie das Wichtigste eines Textes und er gibt Tipps, wie man Charaktere schlüssig und interessant aufbaut. Auf Handlung u.ä. geht er nur am Rande bzw. am Anfang ein.
Da ich ja so meine Probleme mit den Charakteren habe, dachte ich mir, probierst halt mal diese Buch. Einige neue Erkenntnisse hat es mir beschert, andere Sachen waren mir schon geläufig. Dennoch habe ich nun Ideen bekommen, wie ich besser an meine Charaktere "herankomme", wie ich am besten anfange.
Mein Fazit: Für Anfänger bei der Charakterentwicklung ist dieses Buch hilfreich, andere werden nicht viel neues erfahren.
"Literarisches Schreiben", Lajos Egri
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2
James N. Frey gibt in seinem Buch gute Tipps für Autoren, die schon die Grundlagen des Handwerks beherrschen. Von Prämissen über unvergessliche Figuren und Erzähler bis hin zu den sieben Todsünden des Schreibens behandelt er die Themen mit verstecktem Humor. Dabei widerlegt er Schriebregeln wie "Nie die Perspektive innerhalb der Szene wechseln".
Ein Schreibratgeber, der gute Tipps gibt und den fortgeschrittenen Autor wieder ein Stück weiterbringt.
"Wie man einen verdammt guten Romane schreibt 2", James N. Frey
Der Weg des Schreibens
Natalie Goldberg möchte in ihrem Buch vermitteln, wie wichtig es ist, einfach zu schreiben und nicht im Hinterkopf Gedanken an Bestehen, Veröffentlichung oder Kritik zu haben.
Mein Fazit: Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es angeblich motivierend wirken soll. Ich fand es demotivierend, mich durch dieses Buch zu kämpfen und bin nicht der Meinung, dass es mich in irgendeiner Weise weitergebracht hat. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
"Der Weg des Schreibens - durch Schreiben zu sich selbst finden", Natalie Goldberg